Meditation- die Stille spüren

Jeder von Euch, der sich schon mal „hingesetzt“ hat mit dem festen Vorsatz, zu meditieren, der weiß, dass es gar nicht so einfach ist, seine Gedankenströme zu bändigen. Und wenn es einem an einem Tag mal besser gelungen ist, heisst das leider nicht, dass es am nächsten Tag noch besser geht. Und doch lege ich Euch das Sitzen insbesondere in der aktuellen Zeit sehr ans Herz. Denn bereits kleine Zeitspannen der Stille im Geist (ich rede vom Sekundenbereich) können ein Gefühl von tiefer Zufriedenheit, Entspannung, Klarheit und Einklang mit Eurem inneren Kern vermitteln.

Wenn Ihr ganz neu mit der Meditation beginnt, dann ist es vielleicht hilfreich, Euch „von außen nach innen“ heranzutasten. Von weit zu nah, heißt, nehmt zunächst mal die Außengeräusche Eurer Umgebung wahr, haftet vielleicht für einen Moment an einem dieser Geräusche an. Wenn sie nicht verklingen, ist es gut, sie nicht als „Störenfriede“ zu betrachten, sondern zu akzeptieren, dass sie jetzt und hier Teil Eurer Umgebung sind. Kommt nun etwas näher und nehmt den Raum, in dem Ihr sitzt, wahr. Vielleicht stellt Ihr Euch dessen Beschaffenheit vor, und auch den genauen Ort darin, an dem Eure Matte liegt. Aktiviert weitere Sinnesorgane, indem Ihr zum Beispiel Gerüche wahrnehmt oder die Raumtemperatur auf Eurer Haut fühlt. Eine ruhige, langsam tiefer werdende Atmung hilft Euch, dabei immer mehr Euren Körper und Geist zu entspannen.

Kommt nun langsam bei Eurem physischen Körper an, in dem Ihr Euch fragt, wie es Euch heute geht, was es vielleicht für Befindlichkeiten gibt. Spürt für einen Moment in diese hinein, stellt fest: ahaa, da gibt es heute dies, und auch das, ok, dann ist das jetzt so. Nehmt an, was sich heute so zeigt. Spürt dann insbesondere nochmal in Euren Sitz hinein, verbindet Euch bewusst mit der Unterlage.

Geht dann langsam den Schritt von außen nach innen. Stellt Euch dieses Innen als einen geschützen Raum vor, mit exklusivem Zugang nur für Euch, und dort findet Ihr……….Stille.

Oder doch nicht? 😉

Nun, jetzt beginnt die eigentliche Herausforderung, …… probiert Euch aus, findet heraus, welche Variante der Meditation Euch gerade am meisten anspricht, und fühlt aufmerksam hinein in die kleinen Momente der absoluten Stille. Das genau ist es, von dem wir mehr möchten, wenn wir es erst einmal gespürt haben. In der Stille bist Du ganz Du selbst, ohne all diese Gedanken, die Du nämlich nicht bist. Und wenn die Gedanken kommen, um Dich abzuholen und mit Dir auf Reisen zu gehen, dann widerstehst Du und nimmst einen neuen Anlauf, um wieder zurück in die Stille zu gehen……Namasté.


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