Heilsame Schritte in die Natur

Manchmal finden wir uns in Lebensphasen wieder, in denen wir das Gefühl haben, unser persönliches Gefüge gerät durcheinander, die innere Stabilität scheint zu wanken, vielleicht fehlt uns Orientierung, wir fragen uns nach dem Lebenssinn, vielleicht sind die Sorgen sogar extentiell…..so bunt wie das Leben ist, so vielfältig können die Gründe für solch einen Zustand sein. Mglw. ausgelöst durch eine Krankheitsphase, durch Stress in einer Beziehung oder bei der Arbeit, kurz und gut durch besondere Lebensumstände, wie sie jedem von uns im Laufe des Lebens widerfahren können. Insbesondere in den aktuellen Zeiten gibt es durch die allgegenwärtigen Krisen sicher Gründe genug, die Bodenhaftung, den Glauben an etwas und damit vielleicht seinen Halt zu verlieren.

In diesen Phasen sollten wir uns daran erinnern, dass es etwas gibt, das uns immer wieder zur Erdung zurückhelfen kann, etwas, das immer da und in der Regel nie weit entfernt ist: unsere Mutter Natur.
Es ist wissenschaftlich bewiesen und bekannt, dass die Natur heilende Wirkung hat. Da sind zum einen die von Bäumen ausströmenden, für uns wohltuenden Terpene. Die vorrangige Farbe Grün mit ihren vielen Qualitäten beruhigt und harmonisiert, sie wirkt auf uns, unmittelbar für uns fühlbar.
Haben wir Zeit für einen kleinen Spaziergang im Grünen, dann sollten wir versuchen, unsere volle Aufmerksamkeit auf diese kleine Auszeit zu lenken. Wie unsere Füße den Boden, der uns trägt (wir können uns darauf verlassen) berühren. Mit jedem Schritt mehr können wir das Gefühl von Erdung wahrnehmen. Wie das saftige Gras unsere Stimmung erhellt. Wie die sonnenbeschienene wunderschöne Blätterfärbung unsere Seele berührt. Vielleicht begleitet uns noch ein Schmetterling ein Stück des Weges, er tanzt vor uns her, voller Leichtigkeit, als möchte er es uns vormachen, wie einfach Leben geht.
Vielleicht wärmt die Sonne unser Gesicht, oder der Regen tropft von den Bäumen auf unsere Mütze oder unseren Schirm, auch diese Wahrnehmung ist eine Beobachtung der Natur im gegenwärtigen Augenblick. Die Natur ist immer da, und sei es in der Form von Unkraut, das wir versuchen aus den Zwischenräumen unserer Terrassenplatten zu verbannen. So hartnäckig, wie sie sich hier zeigt, ist sie grundsätzlich. Man erinnere sich an Bilder verlassener Orte, von der Natur zurückerobert. Sie ist starkt, sie hat ihre eigenen Gesetze, verändern sich die Umgebungsbedingungen, so passt sie sich an. Und diese Kraft kann uns ein Stück unseres Urvertrauens zurückgeben, uns vermitteln, es wird schon werden, ich komme wieder.

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